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Was ich vermissen werde...

Noch drei Wochen bis zu meiner Abreise, und je näher das Datum des Abflugs rückt, desto bewusster wird mir, wen und was ich hier alles zurücklasse und hoffentlich in mehr oder weniger unverändertem Zustand wiederfinde, wenn ich in zwei Jahren zurückkomme.

Ich werde vermissen (die Reihenfolge entspricht NICHT meiner persönlichen Wertschätzung):

meine musikalischen Schwestern (jetzt, wo die Konzerte mit ihnen endlich richtig Spaß machen) und natürlich meinen Lieblingsbruder, für den ich nie genug Zeit habe,

mein Badezimmer,

meine beste Freundin- jetzt, wo sie endlich wieder nach Köln zieht, gehe ich weg (und mit wem soll ich in Shanghai beim Latte Macchiato über die vorbeiflanierenden Typen und Tussis lästern?)-,

das Panorama von Köln, besonders von Deutz aus, 

am Sonntag Abend Tatort zu gucken,

meine pseudo-italienische Straße incl. der Sizilianer, die mir morgens immer zuwinken, wenn ich auf mein Rad steige,

Vollkornbrot,

die Telefongespräche mit meiner Mama,

mit Bettina und Andi in meiner Küche Kaffee zu trinken,

Anais, mein Quasi-Patenkind, 

meine Klasse mit all ihren Chaoten und Individualisten,

meine Mittwoch Abende, aus verschiedenen Gründen,

mich mit Jenni und Alex über Männerwelten und Frauenwelten zu unterhalten,

meine Samstagskurse mit Sergeant Ingo, weil einem der Muskelkater am nächsten Tag sicher anzeigt, dass man was getan hat,

Käse zum Frühstück, 

SMS-Fans wie mich mich, die lieber texten als telefonieren, 

mich auf dem Vertretungsplan zu suchen und mich zu
freuen, wenn ich nicht drin stehe,

mit Hannes zur Arbeit zu fahren,

mittwochs auszuschlafen,

französische Chansons zu singen,

mit Sonja die China-Fahrt zu planen,

mir neue Sachen für den Unterricht auszudenken und mich zu freuen, wenn es klappt,

Kurstreffen mit meinen Oberstufenkursen, die mir Lebkuchenherzen schenken,

mit meinen Freunden zu lachen,

Corinna, meine Cornelsen-Heldin,

Herrn Meyers Ironie und die Tatsache, dass wir uns zwar
Faust-Zitate zuwerfen, uns aber trotzdem nicht duzen,

Dorles unermüdlichen Einsatz,

Die Sonntagssendungen auf WDR 2, 

meine ersten Referendare,

in ganz wenigen Minuten ganz viel besprechen zu können,

die Holunder-Bionade, die man bei Besprechungen mit Andreas immer bekommt,

Ehrenfeld mit seinem ganzen Multi-Kulti-Charme,

meine Nachbarn von gegenüber, die mir immer nett zuwinken, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze,

meinen Friseur (den chinesischen Haarfarben traue ich nicht...), 

Julia, die für unser 10er-Team immer mehr macht als Hannes und ich zusammen,

den Kopierer, wenn er ausnahmsweise mal sortiert UND heftet,

mit den Hausmeistern über den Kopierer Witze zu machen, wenn er das mal wieder nicht tut,

Utas Berliner Schnauze,

mit Martin auf dem Abi-Ball noch einmal zur
Musik von Dirty Dancing zu tanzen und erstaunte Blicke zu ernten,

endlich mal einen LK zu haben,

mit Edith und den anderen zu frühstücken,

Friedrichs geplanten Chill Out-Raum,

Auto fahren, 

morgens immer einen freien Parkplatz zu finden
und dabei manchmal Herrn Müller seinen wegzunehmen,

die Eltern meiner Klasse 8, die mir immer Blumen zum Geburtstag schenken,

meinen Schlüsselbund mit dem Peking-Band, der immer zu mir zurückfindet, wenn ich ihn mal wieder irgendwo habe liegen lassen,

den Kaffee, den Lars mir morgens öfter mal ausgibt, wenn im Lehrerzimmer keiner die Maschine angestellt hat,

Glühwein-Parties,

alle Menschen, die mich mögen und die ich mag.

 

Außerdem werde ich wahrscheinlich den Kölner Karneval vermissen, aber immerhinkriege ich den dieses Jahr noch mit. Passenderweise fliege ich am 6.2., frei nach dem Motto "Aschermittwoch ist alles vorbei"...:-((

Noch kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich meine kleine Welt hier tatsächlich zurücklasse. Und natürlich frage ich mich, wie ich in ein paar Monaten oder in einem Jahr auf diesen Entschluss zurückblicken werde. Bisher haben mich Auslandsaufenthalte immer bereichert- bisher war ich aber auch noch nie so weit weg, in einer so fremden Kultur.

 

Seid so lieb und vergesst mich nicht! 

 

15.1.08 19:21
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Papillon (18.1.08 13:24)
Ich bin so lieb und vergesse Dich nicht.


Jenni (6.2.08 17:44)
Wir werden zum Angedenken Deiner jeden Samstag einen Stepper und eine Matte extra aufbauen. Sollen doch die anderen denken, was sie wollen!
Darüber hinaus werden wir mittwochabends trotz Deiner Abwesenheit die große Karaffe Wein und die 0,75-Literflasche stilles Wasser bestellen und auch den Salat mit überbackenem Ziegenkäse dreiteilen und selbstverständlich deinen Teil liegenlassen ;-)
Im ersten Sommer werden wir Dich besuchen und betrunken machen und im zweiten Sommer wirst du uns besuchen und uns betrunken machen (tolle Aussichten, eigentlich...).
Wir werden einfach das tun, was Freundinnen in solch einer Situation tun: auf dich warten.
Bleib gesund und sei glücklich!

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