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Ich packe meinen Koffer und ich nehme mit...

Da es in China üblich ist, Wohnungen möbiliert zu vermieten, werde ich mit leichtem Gepäck (ab)reisen: mit 20kg im Koffer und einer Katze. Was beides eine gewisse Herausforderung darstellt: Wie reduziert man die wesentlichen Dinge des Lebens auf 20kg? Was sind eigentlich die wesentlichen Dinge? Was braucht man für zwei Jahre fern der Heimat? Und warum gehört die Katze ins Gepäck?

Wahrscheinlich landen nur Kleidungsstücke und Photos in meinem Koffer, für mehr ist kein Platz. Und in unserer mobilen Gesellschaft hat man ja eh die wichtigsten Sachen auf dem Laptop oder dem USB-Stick gespeichert, oder? Das stimmt nur zum Teil. Meine Lieblingsbücher müssen leider zurückbleiben, ebenso wie das eine oder andere vertraute Möbelstück oder Bild. Ganz zu schweigen von dem ganzen meist unnützen Kram, den man in einem Jahr ansammeln kann und der restlos in der Lagerhalle verschwindet, in der ich meine Habseligkeiten für die nächsten Jahre unterstellen kann. Reisen macht bescheiden: Man lernt schnell, wie wenig man benötigt, um sich irgendwo wohlzufühlen und dass das meistens nichts mit Gegenständen oder Besitz zu tun hat.

Wahrscheinlich nehme ich deswegen auch die Katze mit, denn wenn irgendetwas für mich Heimat bedeutet, dann dieses schwarze, nervige, inzwischen sabbernde Katzentier mit weißen Schnurrhaaren, das mich seit 15 Jahren überallhin begleitet, die Weiterentwicklung der Stofftiere meiner Kindheit, nur nicht ganz so pflegeleicht.

Der Kater muss dafür einiges auf sich nehmen: die erste Impfung seit Jahren und die Implantierung eines Chips unter die Haut haben wir vor einigen Tagen hinter uns gebracht. Es hat sich einmal mehr gezeigt, warum ich schon seit Jahren keine Tierarztpraxis von innen betreten habe: zwei Helferinnen mussten den fauchenden und um sich schlagenden Kater festhalten, damit der Arzt ihm die Spritzen setzen konnte. Und dieses Spiel wird sich nächste Woche noch einmal wiederholen, wenn sein Gebiss auf Vordermann gebracht wird (er soll ja nicht mit faulen Zähnen nach China einreisen)... Jedenfalls führte seine "Lebhaftigkeit" dazu, dass der Tierarzt ihn sofort als fit und gesund und damit flugtauglich deklariert hat. Wenn ich jetzt noch ein starkes Schlafmittel bekomme, damit wir beide den Flug ohne größere Zwischenfälle überstehen, ist das Wichtigste geschafft.

Alle anderen (Kindeheits-)Erinnerungen, geliebte Dinge und Personen, lassen sich leider nicht so einfach mitnehmen. Oder vielleicht doch, in Form von Erinnerungen und Photos, durch Essen, Musik, Gerüche, die Bilder in meinem Kopf wachrufen. Nicht umsonst heißt es ja "Home is where the heart is". Insofern trage ich ein Stück Heimat immer mit mir herum, völlig unabhängig von Laptop oder USB-Stick.

13.1.08 16:09
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Doris Weyer (19.1.08 18:56)
Bilder lassen sich scannen und als Mail versenden. Also stick statt Fotoalbum. Gruß D. Weyer


Svenja (26.7.08 15:01)
Wird die Katze in China nicht gegessen?

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